Strafbarer Bankrott nach § 283 StGB Anwalt Dr U. Lehmann
Und wenn ein Prominenter Geldprobleme hat, ist er – zumindest für die Boulevardpresse – nicht „zahlungsunfähig“, sondern „pleite“ … das klingt anscheinend spektakulärer. Eine Rückzahlung der gesamten Schuldensumme könnten rein theoretisch auch die Besitzer russischer Anleihen einfordern, die aktuell auf ihre Zinszahlungen verzichten müssen. Dazu müsste mindestens ein Viertel der Gläubiger darauf bestehen und außerdem eine Ratingagentur den Zahlungsausfall offiziell bescheinigen.
Bankrott als Straftat kurz zusammengefasst
Die Verwendung des Begriffs reicht zurück bis ins Mittelalter. Damals beschrieb er den Zustand eines Geldwechslers, der seinen Kunden kein Geld mehr aushändigen konnte. Bankrott leitet sich aus dem italienischen „banca rotta“ ab, was so viel bedeutet wie „leere Bank“ oder „zerstörte Bank“. Ein ebenfalls alter Begriff mit offizielle Website 22bet in Europa ähnlicher Bedeutung ist „Falliment“.
- Objektive Bedingung der Strafbarkeit ist, dass das Insolvenzverfahren eröffnet oder die Eröffnung mangels Masse abgelehnt worden ist oder der Täter seine Zahlungen eingestellt hat.
- Die Gefahr der Überschuldung eines Staates wird verstärkt, wenn neben einem hohen Länderrisiko auch ein hohes Währungsrisiko besteht.
- Eine drohende Staatsinsolvenz ist nämlich ausschließlich mit drohender Zahlungsunfähigkeit verbunden, bei der ein Staat nicht mehr imstande ist, fällige Zahlungsverpflichtungen im Wesentlichen fristgerecht zu erfüllen.
- Dieser Beitrag beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema.
- Welche Handlungen des Schuldners als eine Insolvenzstraftat gelten, zählt § 283 StGB auf.
Auch vielen Ländern Lateinamerikas ist die hohe Schuldenlast im Ausland in den 70er und 80er Jahren auf die Füße gefallen. Vor allem Mexiko, Argentinien und Brasilien hatten seit Beginn des 20. Jahrhunderts in großem Stil Schuldpapiere ausgegeben, um heimische Industrien aufzubauen.
Wegen mehrerer Kredite, die sie nicht abbezahlen konnte, und weiterer finanzieller Verluste musste Kluge Möbel und Schmuck (im Bild) versteigern, um nicht Insolvenz anmelden zu müssen. Als ihr Kumpel Donald Trump 2011 das Weingut kaufte, bot er ihr einen Job an. Quinn hatte sein gesamtes Geld jedoch bei der Anglo Irish Bank angelegt, die 2008 besonders schwer von der Finanzkrise getroffen wurde. Quinn verlor einen Großteil seines Vermögens von 2,8 Milliarden US-Dollar und wurde Ende 2012 wegen Missachtung des Gerichts zu einer neunwöchigen Gefängnisstrafe verurteilt.
Eine Überschuldung stellt sich dann ein, wenn Gläubiger die Fähigkeit zur Bedienung der Verbindlichkeiten vermehrt anzweifeln. Dies wird häufig verursacht durch einen bestehenden hohen Schuldenstand und somit durch ein dauerhaftes Ungleichgewicht zwischen Staatseinnahmen und Staatsausgaben. Sind die Tatmerkmale „Zahlungsunfähigkeit“ oder „Überschuldung“ gegeben, schränkt § 283 StGB den straffreien Handlungsrahmen für insolvente oder von Insolvenz bedrohte Unternehmen ein. 1 Nr. 1 bis 8 StGB aufgeführten, strafrelevanten Bankrotthandlungen zielen auf den Schutz der Vermögenswerte der Insolvenzmasse, aus der im Fall einer Insolvenz die Gläubiger bedient werden könnten. Beschrieben wird mit dem Begriff der Zustand der Zahlungsunfähigkeit – Personen, Unternehmen oder Staaten können ihre laufenden Rechnungen nicht mehr eigenständig decken.
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IWF und Weltbank wenden im Rahmen der Entschuldungsinitiativen diese Grenzwerte an (40% Schulden/BIP, 150 % Schulden/Exporteinnahmen, 15 % Schuldendienst/Exporteinnahmen). Die Grenzwerte sind nicht von allgemeingültiger Natur, sondern können im Einzelfall bereits zu hoch angesetzt sein. In einer anderen, den Anforderungen einer ordnungsgemäßen Wirtschaft grob widersprechenden Weise seinen Vermögensstand verringert oder seine wirklichen geschäftlichen Verhältnisse verheimlicht oder verschleiert. Ein Beispiel für einen Bankrott könnte ein mittelständisches Unternehmen sein, das aufgrund von Marktveränderungen und Fehlinvestitionen in finanzielle Schwierigkeiten gerät.
Bankrott: Diese 10 Ex-Milliardäre schlitterten in den Ruin
So erhielt sie unter anderem das prächtige Anwesen des Paares in Virginia. Der irische Unternehmer Sean Quinn war dafür bekannt, ein paar Geschäfte zu viel am Laufen zu haben. Er investierte in alles Mögliche, von Krankenhäusern bis hin zu Fünf-Sterne-Hotels. Der Isländer Björgólfur Gudmundsson investierte sein Geld, das er als Profifußballer verdient hatte, mit Bedacht ins Getränkegeschäft. Das machte ihn zu einem Milliardär mit einem Nettovermögen von zeitweise 3,5 Milliarden US-Dollar, mit dem er unter anderem Anteile an dem englischen Fußballverein West Ham United und der isländischen Bank Landsbanki kaufte.